Ein Kuss aus Sternenstaub

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Titel: Ein Kuss aus Sternenstaub
Originaltitel: The forbidden wish
Autorin: Jessica Khoury
Verlag: cbj
Seitenanzahl: 445
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Inhalt:
Als sie, eine der mächtigsten Dschinnys auf den jungen Dieb Alladin trifft, ist alles anders als sonst. Die Dschinny entwickelt verbotene Gefühle für den Menschenjungen. Nichts ist verbotener als das und dies müsste mit dem Tod bestraft werden. Die Dschinny wird vor eine schwere Wahl gestellt: Liebe, Freiheit oder Tod?
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Meinung:
„Ein Kuss aus Sternenstaub“ ist ein Buch, von dem ich vom ersten Satz an gefesselt war. Der Schreibstil ist einfach nur wunderschön und entführt einen in eine magische Welt. Durch diese Magie der Worte macht das Lesen mehr Spaß als sonst und ich konnte gar nicht genug bekommen.
Auch die Idee hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist mal eine andere Variante von 1001 Nacht. Mich hat diese neue Version von Alladin wirklich neugierig gemacht.
Jedes Kapitel ist entweder spannend oder einfach nur schön zu lesen. Es wird also nie langweilig. Die Handlung wirkt gut durchdacht, so dass alle Geschehnisse zueinanderpassen und nichts unnatürlich erscheint.
Die Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch und ich konnte sie ins Herz schließen. Ich habe sie als Freunde gewonnen und jetzt, wo ich das Buch beendet habe, habe ich sogar das Gefühl sie zu vermissen.
Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll; so kommen die Emotionen fantastisch zum Ausdruck. Kurz: Ich bin begeistert und Jessica Khoury hat in mir einen Fan gewonnen. Also kann ich Sarah J. Maas nur zustimmen: Dieses Buch ist wahrhaftig ein Juwel!
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Fazit:
Dieses Buch ist einfach magisch! Fesseld und wunderschön erzählt. Absolute Leseempfehlung und mein persönliches Monatshighlight!
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Bewertung:
Cover: ☆☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆☆☆

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar 🙂

Leseprobe

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Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

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Titel: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
Originaltitel: Spaceman of Bohemia
Autor: Jaroslav Kalfař
Verlag: Tropen
Seitenanzahl: 364
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Inhalt:
Im April 2018 schießt die JanHus1, das erste tschechische Raumschiff, in das Weltall. Eine Sensation. Die ganze Nation verfolgt die Mission, der sogenannten Chopra-Wolke zu erforschen. Die Besatzung besteht nur aus einem einzigen Raumfahrer, dem Astrophysiker Jakub Procházka. Das Leben allein im All kann ziemlich eintönig werden, weshalb der einzige Lichtblick die wöchentlichen Video-Chats mit seiner Frau Lenka darstellen. Als diese allerdings Schluss macht, fällt Jakub in ein emotionales Loch. Und dann ist da nich die Sache mit dem rätselhaften haarigen, achtbeinigem Mitbewohner im Raumschiff…
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Meinung:
Normalerweise kann ich mir von einem Buch schnell eine Meinung bilden. Nicht aber bei „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“. Bisher musste ich noch nie so lange über meine eigenen Gefühle über eine Geschichte nachdenken.
Zuerst kann ich sagen, dass ich etwas brauchte um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Er ist zwar humorvoll, aber eher „passiv“ erzählt. Man erfährt eher wenig über Jakubs Empfinden, sondern eher etwas über die Allgemeinheit der Menschen.
Den Anfang des Buches fand ich leider zu zäh. Man erfährt viel über Jakubs Kindheit und Vergangenheit, was im Endeffekt auch wichtig ist. Dennoch hat es viel mehr Spaß gemacht im „Jetzt“ zu leben, die Geschehnisse im Weltraum mitzuverfolgen. Ab der Mitte wird es aber deutlich besser und immer philosophischer, was mich wirklich faszinieren konnte. Ich habe unglaublich viel mitgedacht und gegrübelt, da so viele philosophische Fragen aufgeworfen werden. Man muss sich wirklich auf diese sehr skurile Handlung einlassen, dann kann einen dieses Buch gewiss begeistern.
Obwohl ich noch immer nicht weiß, was ich von all dem halten soll, haben mich einige Passagen tief berührt, insbesondere wenn es um Lenka ging.
Man lernt unfassbar viel über das Leben und die Psyche des Menschen. Dennoch konnte mich Jaroslav Kalfař nicht komplett mit seinem Roman packen, was auch an dem etwas anspruchsvollerem Schreibstil mit seinen langen Sätzen gelegen haben könnte.
Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch auf eine sonderbare Art und Weise verändert hat und ich es erst muss sacken lassen.
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Fazit:
Philosophisch, skuril und emotional. So könnte man dieses Buch beschreiben. Wenn man sich darauf einlässt, hat es das Potenzial Menschen ein klein wenig zu verändern und zu begeistern. Dennoch konnte es mich nicht ganz packen, aber in Erinnerung bleiben wird es auf jeden Fall. Wenn man es gelesen hat, wird man noch viel darüber nachdenken; das garantiere ich.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆

Was andere Menschen Liebe nennen

IMG_4085.JPGTitel: Was andere Menschen Liebe nennen
Originaltitel: Invisibility
Autoren: David Levithan, Andrea Cremer
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 412
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Inhalt:
Der 16-jährige Stephen ist ein Sonderfall. Er ist unsichtbar. Niemand kann ihn sehen, absolut niemand! Bis auf die gleichaltrige Elizabeth. Sie wohnen im selben Gebäude in unterschiedlichen Apartments in der Nähe des Central Parks. Elizabeths Familie ist erst vor kurzem dort eingezogen, doch am liebsten möchte sie wieder zurück nach Minnesota, wo sie herkommt.
Elizabeth und Stephen verlieben sich inmerhalb kurzer Zeit in einander. Doch was passiert, wenn sie von seiner Unsichtbarkeit erfährt? Und warum kann sie ihn als einzige sehen? Bedeutet es, dass der Fluch gebrochen werden kann? Als sie sich all diese Fragen stellen, bemerken sie, in welch großer Gefahr sie sich bereits befinden.
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Meinung:
David Levithan ist bekannt für seine Jugendbücher etwas anderer Art. Dieses Buch hat mir sogar besser gefallen als seine bisherigen. Ob das an Andrea Cremers Einfluss liegt? Wer weiß…
„Was andere Menschen Liebe nennen“ hat mich sofort durch das interessante Thema angesprochen. Es ist einfach typisch „David Levithan“.
Der Schreibstil ist einfach zu lesen, so dass man schnell viele Seiten am Stück lesen kann. Außerdem muss man nicht lange warten, bis die Geschichte anfängt spannend zu werden und neugierig macht.
Mit dem Protagonisten Stephen wurde ich persönlich schnell warm. Seine Gedankengänge konnten mich immer wieder nachdenklich machen und berühren.
Was mir bei Stephen so leicht gefallen ist, ging bei Elizabeth etwas schwerer. Dennoch konnte ich mich auch mit ihr nach einigen Seiten anfreunden und am Ende habe ich auch sie ins Herz geschlossen.
Die Kapitel wurden immer abwechselnd aus Stephens und aus Liz‘ Sicht geschrieben, was mit gut gefallen hat. Besonders Stephens Sichtweise fand ich ziemlich interessant. Durch die Art, wie das Buch geschrieben ist, konnte ich mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und bekam schnell mit, wie es wäre, tatsächlich unsichtbar zu sein. Es ist unglaublich realistisch erzählt, wie Stephen mit seinem Fluch umgeht und warum er sich wie verhält.
Teilweise ging mir die Handlung zu sehr in den Fantasy-Bereich. Dies ist mir nicht unbedingt negativ im Gedächtnis geblieben; ich habe es nur nicht erwartet, da das Cover überhaupt nicht darauf hinweist. Wahrscheinlich wurde ich dadurch etwas in die Irre geführt.
Wofür ich die beiden Autoren bewundere ist, dass sie mich sehr mit ihrem Buch zum Nachdenken angeregt haben. Sobald man einmal zu Lesen angefangen hat, kreisen die Gedanken ständig um Unsichtbarkeit. Man wird nach dem Beenden der Geschichte vermutlich nie wieder sagen:“Ich wünschte, ich wäre unsichtbar.“
Zum Ende hin wurde der Roman nochmal spannend und emotional. Es gab ein Ende, bei dem ich denke, dass es nicht jeden zufrieden stellen wird. Mir hat es allerdings sehr gut gefallen. Es sagt so viel über das Leben aus und beweist Willenskraft und Stärke der Protagonisten.
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Fazit:
Ein absolutes Muss für David Levithan Fans! Das Buch überzeugt mit einer interessanten Idee, starken Charakteren und einer berührenden Geschichten zum Nachdenken und Diskutieren.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆☆

Leseprobe

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar 🙂