Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

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Titel: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
Originaltitel: Spaceman of Bohemia
Autor: Jaroslav Kalfař
Verlag: Tropen
Seitenanzahl: 364
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Inhalt:
Im April 2018 schießt die JanHus1, das erste tschechische Raumschiff, in das Weltall. Eine Sensation. Die ganze Nation verfolgt die Mission, der sogenannten Chopra-Wolke zu erforschen. Die Besatzung besteht nur aus einem einzigen Raumfahrer, dem Astrophysiker Jakub Procházka. Das Leben allein im All kann ziemlich eintönig werden, weshalb der einzige Lichtblick die wöchentlichen Video-Chats mit seiner Frau Lenka darstellen. Als diese allerdings Schluss macht, fällt Jakub in ein emotionales Loch. Und dann ist da nich die Sache mit dem rätselhaften haarigen, achtbeinigem Mitbewohner im Raumschiff…
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Meinung:
Normalerweise kann ich mir von einem Buch schnell eine Meinung bilden. Nicht aber bei „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“. Bisher musste ich noch nie so lange über meine eigenen Gefühle über eine Geschichte nachdenken.
Zuerst kann ich sagen, dass ich etwas brauchte um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Er ist zwar humorvoll, aber eher „passiv“ erzählt. Man erfährt eher wenig über Jakubs Empfinden, sondern eher etwas über die Allgemeinheit der Menschen.
Den Anfang des Buches fand ich leider zu zäh. Man erfährt viel über Jakubs Kindheit und Vergangenheit, was im Endeffekt auch wichtig ist. Dennoch hat es viel mehr Spaß gemacht im „Jetzt“ zu leben, die Geschehnisse im Weltraum mitzuverfolgen. Ab der Mitte wird es aber deutlich besser und immer philosophischer, was mich wirklich faszinieren konnte. Ich habe unglaublich viel mitgedacht und gegrübelt, da so viele philosophische Fragen aufgeworfen werden. Man muss sich wirklich auf diese sehr skurile Handlung einlassen, dann kann einen dieses Buch gewiss begeistern.
Obwohl ich noch immer nicht weiß, was ich von all dem halten soll, haben mich einige Passagen tief berührt, insbesondere wenn es um Lenka ging.
Man lernt unfassbar viel über das Leben und die Psyche des Menschen. Dennoch konnte mich Jaroslav Kalfař nicht komplett mit seinem Roman packen, was auch an dem etwas anspruchsvollerem Schreibstil mit seinen langen Sätzen gelegen haben könnte.
Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch auf eine sonderbare Art und Weise verändert hat und ich es erst muss sacken lassen.
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Fazit:
Philosophisch, skuril und emotional. So könnte man dieses Buch beschreiben. Wenn man sich darauf einlässt, hat es das Potenzial Menschen ein klein wenig zu verändern und zu begeistern. Dennoch konnte es mich nicht ganz packen, aber in Erinnerung bleiben wird es auf jeden Fall. Wenn man es gelesen hat, wird man noch viel darüber nachdenken; das garantiere ich.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆

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