Hüter der fünf Leben

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Titel: Hüter der fünf Leben
Autorin: Nica Stevens
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy/Romantasy
Seitenanzahl: 282
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Inhalt:
Die 17-jährige Vivien lebt bei ihrem strengen Großvater, doch im Sommer darf sie für ein paar Tage ihren Vater in einem Nationalpark in Kanada besuchen. Dort hilft sie im bei der Arbeit in der Wildnis zusammen mit dem gutaussehenden Liam, den sie seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen hat. Dieser Verhält sich allerdings ihr gegenüber plötzlich distanziert, denn er hütet ein Geheimnis, welches mit dem merkwürdigen Mal auf seiner Brust zu tun hat. Vivien möchte mehr über Liam herausfinden, doch je näher sie ihm kommt, desto mehr gerät sie in Gefahr.
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Meinung:
Da ich noch von niemandem etwas über dieses Buch gehört hatte, ging ich völlig neutral an die Geschichte heran und ich wurde positiv überrascht. Der Prolog, den man erst später im Buch versteht, macht einen auf die folgende Handlung und der einfache Schreibstil lässt einen schnell in die Geschichte eintauchen. Anfangs war ich der Meinung, dass der Schreibstil noch etwas ausschmückender sein dürfte. Später allerdings wurde er etwas gefühlvoller und ich begann ihn so zu mögen wie er war. Mit der Protagonistin Vivien kam ich sofort gut klar, doch zu Beginn schien es so, als würde sie Liam nur wegen seines atemberaubenden Aussehens mögen. Doch spätenstens ab der zweiten Hälfte des Buches konnte ich sie richtig gut leiden. Liam hingegen mochte ich von Amfang an,da ich einfach eine Schwäche für geheimnisvolle, erst verschlossene Charaktere habe.
Insgesamt muss ich sagen, hatte ich dieses Buch komplett anders erwartet. Es wurde düsterer als in meiner Vorstellung und es gab Wendungen, die ich aufgrund des Covers und des Klappentextes in dieser Richtung nicht erwartet hätte, was aber keineswegs negativ aufzufassen ist.
Leider bin ich aber der Meinung, dass die Handlung etwas zu gehetzt wirkt. Die Ereignisse überschlagen sich und es bleiben wenig Pausen zum Durchatmen, die man vielleicht dazu hätte benutzen können die Liebesgeschichte weiter und genauer auszuführen.
Trotzdem muss ich sagen, dass die Seiten nur so verflogen sind und ich viel Spaß beim Lesen hatte.
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Fazit:
Ein schöner Roman für Romantasylesern, der ganz anders ist als man erwartet. Leider wirkt er nur etwas gehetzt, obwohl die Idee und Handlung an sich überzeugend sind.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆,5

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Savers – und es gibt sie doch

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Titel: Savers – und es gibt sie doch
Autorin: Rabea Blue
Verlag: neobooks
Seitenanzahl (ebook): 278
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Inhalt:
Der sechzehnjährige David stirbt an einem tragischen Autounfall und findet sich in der Welt der Engel, in Euphoria wieder. Dort findet er schnell Freunde und lässt sich mit ihnen zusammen zu einem Schutzengel ausbilden. Doch nicht alle scheinen mit guten Absichten dort zu sein und auch auf der Erde tragen sich kritische Situationen zu. Außerdem hat David Probleme, sich emotional im Zaum zu halten, obwohl er die Nachricht von seinem Tod gut verarbeitet hat.
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Meinung:
Als ich das ebook begonnen hatte, war ich zunächst etwas skeptisch was den Schreibstil anbelangt. Dieser ist zwar flüssig und leicht verständlich und schafft einen schnellen Einstieg in die Geschichte, allerdings war er mir zu wenig ausgeschmückt. Ich hätte mir eine etwas bildlichere, detailreichere Sprache bei einem Buch über Engel gewünscht. Leider wurde ich durch diese Tatsache auch nicht besonders von der Handlung mitgerissen. Nichts desto trotz hat mir die Idee sehr gut gefallen. Mir ist positiv aufgefallen, dass die Welt der Engel ziemlich gut (zwar auch viel auf einmal) und logisch erklärt wurde und toll durchdacht war. Die ganze Ausbildung der Schutzengel war sehr interessant für mich zu lesen. Auch die Protagonisten waren mir syphatisch, wobei auch deren Gefühle und Gedanken genauer hätten erzählt werden können. Leider haben die Charaktere mich nicht so richtig mitfühlen lassen. Der Fokus lag ziemlich stark auf David, obwohl ich auch gern mehr über die anderen Nebencharaktere erfahren hätte, damit man Bezug zu ihnen aufbauen kann. Sie wurden mir also insgesamt zu wenig herausgearbeitet. Außerdem hat es mir letztendlich, trotz einem Spannungsmoment am Ende, an Spannung und vorallem Drama gefehlt. Die Handlung ging mir zu glatt und zu reibungslos vorüber. Des Weiteren hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Dennoch ist „Savers“ ein schönes Buch mit guten Grundbausteinen.
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Fazit:
Die Geschichte enthält tolle Grundbausteine mit schönen Ideen, mir fehlte es in der Umsetzung allerdings an Spannung und Drama.
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Berwertung:
Cover: ☆☆☆☆
Inhalt:☆☆

Das ist kein Spiel

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Titel: Das ist kein Spiel
Autor: Barry Jonsberg
Verlag: cbt
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 318
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Inhalt:
Der 16-jährige Jaimie Delaware ist ein Mathe Genie. Besonders mit der sogenannten Spieltheorie ist er vertraut.
Als seine ältere Schwester Summerlee im Lotte über sieben Millionen Euro gewinnt, verwandelt sich Jaimies Familienleben in einen Albtraum. Seine kleine Schwester Phoebe wird entführt und der Kidnapper möchte ausschließlich mit Jamie sprechen. Auf einmal wird Jamies Verstand auf eine gefährliche Probe gestellt.
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Meinung:
Ich muss sagen, der Einstieg in die Geschichte gelingt schnell und leicht. Nachdem der Prolog mich sehr neugierig auf den Verlauf der Geschichte gemacht hat, habe ich mich gefreut, dass die weiteren Kapitel nie langweilig wurden. Der Schreibstil ist schlicht gehalten und sehr jugendlich. Meiner Meinung nach passt Jonsbergs Schreibstil ziemlich gut zu Jaimies Charakter und zu dem Buch generell. Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Ausschmückungen hier und da gewünscht. Den Protagonisten Jaime habe ich von Anfang an gemocht, fand ihn sympthatisch, konnte gut mit ihm mitfühlen und seine Entscheidungen nachvollziehen. Was der Autor besonders zu Anfang der Handlung außergewöhnlich realistisch geschildert hat, ist das Zusammenleben und verschiedenen Verhältnisse in der Familie Delaware. Außerdem hat das Buch eine toll gewählte Spannungskurve, sodass es immer Hochs, Tiefs und Wendepunkte gibt.
Ein wenig schade fand ich, dass der Klappentext leider schon die grobe Handlung der ganzen ersten Hälfte des Buches verrät. Allerdings muss ich zugeben, dass ich selbst nicht genau weiß, wie man es hätte besser machen können.
Um wieder zu den positiven Aspekten zu kommen, möchte ich erwähnen, dass mir der Handlungsverlauf und besonders das Ense sehr zugesagt hat, da ich ein solches Ende nicht erwartet hatte und beim Lesen wirklich verblüfft von der Logik des Ganzen war. Auch noch Stunden nach Beenden des Buches habe ich noch viel über die Charaktere, insbesondere über Pheobe, nachgedacht. Insgesamt merkt man während des Lesens auch sehr deutlich, dass der Autor unter anderem auch Psychologie studiert hat, was sich sehe positiv auf seinen Roman ausgewirkt hat.
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Fazit:
„Das ist kein Spiel“ überzeugt mit einer atemberaubenden Spannungskurve, interessanten Charakteren und verblüffender Logik. Ich kann es an jeden Bücherliebhaber, der Jugendthriller der etwas anders Art mag, nur empfehlen.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5

Leseprobe

Himmelhoch – Alles neu für Amelie

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Titel: Himmelhoch – Alles neu für Amélíe
Autorin: Franziska Fischer
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 366
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Inhalt:
Als Amélíes Familie an die Ostsee zieht, nehmen sie die Zwillinge Isabella und Linus wie selbstverständlich in ihrem Freundeskreis auf. Auch mit ihrem besten Freund Salim trifft sie sich des öfteren.
Doch irgendwann kreuzt die Liebe die Wege der vier und verändert alles.
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Meinung:
Als ich mit dem Buch begonnen hatte, war ich erst wenig begeistert. Ich dachte es wird eins dieser typischen Teenie Romanzen. Zum Glück war es dann aber doch ganz anders als erwartet.
Obwohl der Schreibstil locker, leicht und jugendlich ist, musste ich mich erst ein paar Kapitel lang daran gewöhnen, bis ich beschloss, ihn zu mögen. Die Autorin macht Gebrauch vieler Übertreibungen und Ironie, was mir gut gefallen hat.
Mit Amélíe und Isabella konnte ich mich am Anfang nicht anfreunden, doch im Laufe der Zeit wurden sie mir immer sympatischer. Bei Linus war es ähnlich. Erst war er mir zu oberflächig, später hat aber auch er sich gebessert, wie ich finde. Wen ich aber von Anfang bis Ende total mochte, ist Salim. Er ist ein wirklich aufmerksamer und verdtändnisvoller Charakter. Was mir in dem Buch leider ein bisschen gefehlt hat war die Tiefe. Außerdem hätte noch mehr auf die Gefühle der Charaktere eingegangen werden können, da sie noch viel mehr Potenzial gehabt hätten. Dennoch hat es Spaß gemacht, alle Figuren zu verfolgen, da sie allesamt sehr verschieden waren, obwohl die Handlung an sich weder spannend noch actionreich war.
Begeistern konnten mich aber die kleinen versteckten, im Buch gut verteilten Lebensweisheiten. Ein paar davon sind es wirklich wert sie herauszuschreiben und zu Herzen zu nehmen.
Trotz der fehlenden Tiefe und Spannung werde ich die Reihe weiterverfolgen.
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Fazit:
Ein schöner Auftakt einer Reihe, deren Potezial nicht voll ausgeschöpft wurde. Dennoch macht es Spaß die Charaktere in ihrer Entwicklung zu verfolgen.

Leseprobe

 

New York zu verschenken

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Titel: New York zu verschenken
Autorin: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Seitenanzahl: 331
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Inhalt:
Der 17-jährige Anton mit dem übergroßen Ego führt ein nahezu perfektes Leben. Keine Geschwister und viel Geld. Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass seine Freundin Olivia ihn schon nach kurzer Zeit abserviert hatte. Und das obwohl er sie mit einer Reise zu zweit nach New York überraschen wollte. Um die Karten nicht zu verschwenden sucht er per Instagram nach einer neuen Olivia Lindmann und lernt so ein Mädchen kennen, welches ganz anders ist als die, mit denen er sich normalerweise trifft.
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Meinung:
Da es sich bei diesem Buch um einen Chat-Roman handelt, habe ich ein wenig gebraucht um mich daran zu gewöhnen und mich einzulesen. Natürlich kann man ein solches Buch sehr leicht und schnell lesen, weil man natürlich in sehr umgangsprachlicher Sprache chattet, was mich des Öfteren zum grinsen bringen konnte. Livs und Olivers Konversationen waren mit viel Witz und Humor gespickt, konnten mich gut unterhalten, drehten sich mir aber teilweise zu sehr im Kreis und behandelten meist nur ein paar unterdchiedliche Themen.
Mit Liv konnte ich mich sehr schnell anfreunden. Ich mochte ihre humorvolle und sarkastische Art während mich Anton erst gegen Ende für sich gewinnen konnte. Er war mir viel zu oberflächig, arrogant und anstrengend.
Die Story an sich hat mir gut gefallen. Sie erzählt von der Verrücktheit der Liebe, aber auch von Fehlern, die man machen kann.
Auch ein paar plötzliche Wendungen konnten mich überraschen. Mit einer Sache hätte ich am Anfang wirklich überhaupt nicht gerechnet. Dafür gibt es definitiv einen Pluspunkt.
Schade war allerdings, dass New York kaum richtig vorkommt. Aufgrund des Buchtitels und des Klappentextes hatte ich erwartet, mehr von der New York Reise zu erfahren. Trotz allem ist „New York zu verschenken“ ein frischer, jugendlicher Roman, der einen zum Schmunzeln bringen kann.
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Fazit:
Frech, humorvoll und süß. „New York zu verschenken“ erntet zwar ein paar Kritikpunkte, war aber ein netter Roman für Zwischendurch der mit seiner witzigen Art und süßer Story überzeugt.

Leseprobe

Kopf aus, Herz an

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Titel: Kopf aus, Herz an
Originaltitel: Burning Moon
Autorin: Jo Watson
Verlag: Lyx
Seitenanzahl: 314
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Inhalt:
Das Leben von Lilly wird völlig auseinandergerissen. Denn ihr Verlobter lässt sie an ihrer vor langer Zeir aufwändig geplanten Hochzeit vor fünfhundert geladenen Gästen einfach sitzen. Überraschend entscheidet die sich dafür trotzdem – ohne Ehemann – allein in die Flitterwochen nach Thailand zu fliegen, wo sie auf Damien trifft, der mit deinen Tattoos so gar nicht in Lillys Beuteschema passt.
Doch Damien nimmt sie mit auf eine Reise der Gefühle, die sie nicht mehr so schnell vergisst.
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Meinung:
Zweifellos wurde ich mit „Kopf aus, Herz an“ wunderbar unterhalten. Der Einstieg in die Geschichte viel mir sehr leicht und ich wurde direkt mitgerissen. Dieser Roman lässt sich sehr schnell lesen, da der Schreibstil locker, witzig, lebendig und abwechslungsreich ist. Außerdem wird der Leser im Buch persönlich angesprochen. Es wirkt so, als würde Lilly einem ihre Geschichte erzählen, was eine entspannte Atmosphäre schafft. Das Lesen macht viel Spaß, da es unfassbar viele lustige oder auch peinliche Situationen gibt, an denen man am liebsten selbst mit im Boden versinken möchte. Die Gefühle und die Gedanken der Protagonisten sind lebhaft dargestellt, sodass ich mich sehr gut in Lilly hineinversetzen konnte. Da Abenteuer auf Abenteuer prallt, wird die Geschichte nicht langweilig und ich hatte mit den zwei Protagonisten immer viel Spaß. Besonders bei Lilly konnte ich eine ausgeprägte Entwicklung ihres Charakters beobachten. Die Autorin hat interessante Figuren mit atemberaubend schönen Schauplätzen kombiniert. Ab und zu hat mir in diesem Buch allerdings die Ernsthaftigkeit gefehlt. Insgesamt wurde mir ein paar mal zu oft in die Schublade der Klischees gegriffen (besonders am Ende). Viel Tiefgang kann man hier also nicht finden. Das Ende ging mir etwas zu schnell und hat mir persönlich nicht richtig zugesagt, da es zu vorhersehbar war wie noch ein paar andere Geschehnisse im Buch. Wenn man aber nach einer witzigen romantischen Urlaubslektüre sucht, ist das hier vielleicht genau das Richtige.
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Fazit:
Lebhaft, witzig und romantisch aber ohne viel Tiefgang. In „Kopf aus, Herz an“ kann man eine schöne lockere Urlaubslektüre finden mit der man viel Spaß haben wird.
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Bewertung:
Cover: ☆☆☆☆
Inhalt: ☆☆☆,5

 

Leseprobe

Ein Kuss aus Sternenstaub

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Titel: Ein Kuss aus Sternenstaub
Originaltitel: The forbidden wish
Autorin: Jessica Khoury
Verlag: cbj
Seitenanzahl: 445
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Inhalt:
Als sie, eine der mächtigsten Dschinnys auf den jungen Dieb Alladin trifft, ist alles anders als sonst. Die Dschinny entwickelt verbotene Gefühle für den Menschenjungen. Nichts ist verbotener als das und dies müsste mit dem Tod bestraft werden. Die Dschinny wird vor eine schwere Wahl gestellt: Liebe, Freiheit oder Tod?
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Meinung:
„Ein Kuss aus Sternenstaub“ ist ein Buch, von dem ich vom ersten Satz an gefesselt war. Der Schreibstil ist einfach nur wunderschön und entführt einen in eine magische Welt. Durch diese Magie der Worte macht das Lesen mehr Spaß als sonst und ich konnte gar nicht genug bekommen.
Auch die Idee hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist mal eine andere Variante von 1001 Nacht. Mich hat diese neue Version von Alladin wirklich neugierig gemacht.
Jedes Kapitel ist entweder spannend oder einfach nur schön zu lesen. Es wird also nie langweilig. Die Handlung wirkt gut durchdacht, so dass alle Geschehnisse zueinanderpassen und nichts unnatürlich erscheint.
Die Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch und ich konnte sie ins Herz schließen. Ich habe sie als Freunde gewonnen und jetzt, wo ich das Buch beendet habe, habe ich sogar das Gefühl sie zu vermissen.
Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll; so kommen die Emotionen fantastisch zum Ausdruck. Kurz: Ich bin begeistert und Jessica Khoury hat in mir einen Fan gewonnen. Also kann ich Sarah J. Maas nur zustimmen: Dieses Buch ist wahrhaftig ein Juwel!
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Fazit:
Dieses Buch ist einfach magisch! Fesseld und wunderschön erzählt. Absolute Leseempfehlung und mein persönliches Monatshighlight!
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Bewertung:
Cover: ☆☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆☆☆

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar 🙂

Leseprobe

Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

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Titel: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
Originaltitel: Spaceman of Bohemia
Autor: Jaroslav Kalfař
Verlag: Tropen
Seitenanzahl: 364
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Inhalt:
Im April 2018 schießt die JanHus1, das erste tschechische Raumschiff, in das Weltall. Eine Sensation. Die ganze Nation verfolgt die Mission, der sogenannten Chopra-Wolke zu erforschen. Die Besatzung besteht nur aus einem einzigen Raumfahrer, dem Astrophysiker Jakub Procházka. Das Leben allein im All kann ziemlich eintönig werden, weshalb der einzige Lichtblick die wöchentlichen Video-Chats mit seiner Frau Lenka darstellen. Als diese allerdings Schluss macht, fällt Jakub in ein emotionales Loch. Und dann ist da nich die Sache mit dem rätselhaften haarigen, achtbeinigem Mitbewohner im Raumschiff…
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Meinung:
Normalerweise kann ich mir von einem Buch schnell eine Meinung bilden. Nicht aber bei „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“. Bisher musste ich noch nie so lange über meine eigenen Gefühle über eine Geschichte nachdenken.
Zuerst kann ich sagen, dass ich etwas brauchte um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Er ist zwar humorvoll, aber eher „passiv“ erzählt. Man erfährt eher wenig über Jakubs Empfinden, sondern eher etwas über die Allgemeinheit der Menschen.
Den Anfang des Buches fand ich leider zu zäh. Man erfährt viel über Jakubs Kindheit und Vergangenheit, was im Endeffekt auch wichtig ist. Dennoch hat es viel mehr Spaß gemacht im „Jetzt“ zu leben, die Geschehnisse im Weltraum mitzuverfolgen. Ab der Mitte wird es aber deutlich besser und immer philosophischer, was mich wirklich faszinieren konnte. Ich habe unglaublich viel mitgedacht und gegrübelt, da so viele philosophische Fragen aufgeworfen werden. Man muss sich wirklich auf diese sehr skurile Handlung einlassen, dann kann einen dieses Buch gewiss begeistern.
Obwohl ich noch immer nicht weiß, was ich von all dem halten soll, haben mich einige Passagen tief berührt, insbesondere wenn es um Lenka ging.
Man lernt unfassbar viel über das Leben und die Psyche des Menschen. Dennoch konnte mich Jaroslav Kalfař nicht komplett mit seinem Roman packen, was auch an dem etwas anspruchsvollerem Schreibstil mit seinen langen Sätzen gelegen haben könnte.
Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch auf eine sonderbare Art und Weise verändert hat und ich es erst muss sacken lassen.
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Fazit:
Philosophisch, skuril und emotional. So könnte man dieses Buch beschreiben. Wenn man sich darauf einlässt, hat es das Potenzial Menschen ein klein wenig zu verändern und zu begeistern. Dennoch konnte es mich nicht ganz packen, aber in Erinnerung bleiben wird es auf jeden Fall. Wenn man es gelesen hat, wird man noch viel darüber nachdenken; das garantiere ich.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆

Was andere Menschen Liebe nennen

IMG_4085.JPGTitel: Was andere Menschen Liebe nennen
Originaltitel: Invisibility
Autoren: David Levithan, Andrea Cremer
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 412
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Inhalt:
Der 16-jährige Stephen ist ein Sonderfall. Er ist unsichtbar. Niemand kann ihn sehen, absolut niemand! Bis auf die gleichaltrige Elizabeth. Sie wohnen im selben Gebäude in unterschiedlichen Apartments in der Nähe des Central Parks. Elizabeths Familie ist erst vor kurzem dort eingezogen, doch am liebsten möchte sie wieder zurück nach Minnesota, wo sie herkommt.
Elizabeth und Stephen verlieben sich inmerhalb kurzer Zeit in einander. Doch was passiert, wenn sie von seiner Unsichtbarkeit erfährt? Und warum kann sie ihn als einzige sehen? Bedeutet es, dass der Fluch gebrochen werden kann? Als sie sich all diese Fragen stellen, bemerken sie, in welch großer Gefahr sie sich bereits befinden.
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Meinung:
David Levithan ist bekannt für seine Jugendbücher etwas anderer Art. Dieses Buch hat mir sogar besser gefallen als seine bisherigen. Ob das an Andrea Cremers Einfluss liegt? Wer weiß…
„Was andere Menschen Liebe nennen“ hat mich sofort durch das interessante Thema angesprochen. Es ist einfach typisch „David Levithan“.
Der Schreibstil ist einfach zu lesen, so dass man schnell viele Seiten am Stück lesen kann. Außerdem muss man nicht lange warten, bis die Geschichte anfängt spannend zu werden und neugierig macht.
Mit dem Protagonisten Stephen wurde ich persönlich schnell warm. Seine Gedankengänge konnten mich immer wieder nachdenklich machen und berühren.
Was mir bei Stephen so leicht gefallen ist, ging bei Elizabeth etwas schwerer. Dennoch konnte ich mich auch mit ihr nach einigen Seiten anfreunden und am Ende habe ich auch sie ins Herz geschlossen.
Die Kapitel wurden immer abwechselnd aus Stephens und aus Liz‘ Sicht geschrieben, was mit gut gefallen hat. Besonders Stephens Sichtweise fand ich ziemlich interessant. Durch die Art, wie das Buch geschrieben ist, konnte ich mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und bekam schnell mit, wie es wäre, tatsächlich unsichtbar zu sein. Es ist unglaublich realistisch erzählt, wie Stephen mit seinem Fluch umgeht und warum er sich wie verhält.
Teilweise ging mir die Handlung zu sehr in den Fantasy-Bereich. Dies ist mir nicht unbedingt negativ im Gedächtnis geblieben; ich habe es nur nicht erwartet, da das Cover überhaupt nicht darauf hinweist. Wahrscheinlich wurde ich dadurch etwas in die Irre geführt.
Wofür ich die beiden Autoren bewundere ist, dass sie mich sehr mit ihrem Buch zum Nachdenken angeregt haben. Sobald man einmal zu Lesen angefangen hat, kreisen die Gedanken ständig um Unsichtbarkeit. Man wird nach dem Beenden der Geschichte vermutlich nie wieder sagen:“Ich wünschte, ich wäre unsichtbar.“
Zum Ende hin wurde der Roman nochmal spannend und emotional. Es gab ein Ende, bei dem ich denke, dass es nicht jeden zufrieden stellen wird. Mir hat es allerdings sehr gut gefallen. Es sagt so viel über das Leben aus und beweist Willenskraft und Stärke der Protagonisten.
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Fazit:
Ein absolutes Muss für David Levithan Fans! Das Buch überzeugt mit einer interessanten Idee, starken Charakteren und einer berührenden Geschichten zum Nachdenken und Diskutieren.
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Bewertung:
Cover: ☆☆,5
Inhalt: ☆☆☆☆

Leseprobe

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar 🙂

Among the Stars

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Titel: Among the Stars – Liebe wie im Film
Originaltitel: Flirting with Fame
Autorin: Samantha Joyce
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 350
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Inhalt:
Die 19-jährige Elise Jameson hat aufgrund eines Unfalls ihr Gehör verloren und die Bestsellerserie „Viking Moon“ geschrieben. Dies ist allerdings ihr großes Geheimnis. Sie ist schüchtern und möchte der Welt nicht ihr wahres Gesicht präsentieren. Deshalb schreibt sie im Namen einer anderen.
Plötzlich sollen ihre Bücher aber verfilmt werden – und das mit Hollywoodstar Gavin Hartley in der Hauptrolle. Natürlich wird darauf bestanden, die Autorin am Set zu haben. Droht Elises Geheimnis aufzufliegen?
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Meinung:
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, fiel mir der Einstieg in das Buch nicht schwer. Elise lernt man schnell gut kennen und möchte mehr über ihre Vergangenheit wissen. Die Informationen darüber sind sehr schön über die ganze Geschichte aufgeteilt worden. Schon in den ersten Kapiteln, die immer eine entspannt zu lesende Länge haben, wird man in den Konflikt eingeweiht. Mam muss also nicht lange auf Spannung warten. Teilweise wirkte mir der Handlungsverlauf aber zu konstruiert. Es war mir zu „Typisch – Jugendbuch“ Mir hat etwas gefehlt, was wirklich besonders war.
Die Autorin hat besonders Elises und Clints Charakter, der später im Buch vorkommt, toll herausgearbeitet. So kann man immer gut mit der Protagonistin mitfühlen. Ihr Verhalten konnte ich zwar meistens nachvollziehen. Nichtsdestotrotz ist sie ein spezieller Charakter, auf den man sich erst einlassen muss, sonst könnte man etwas genervt von ihren Entscheidungen reagieren.
Schade fand ich, dass die erste Begegnung von Elise und Gavin für meinen Geschmack zu unrealistisch dargestellt wurde. Ansonsten blieb mir die Liebesgeschichte der beiden als sehr süß und witzig im Gedächtnis.
Trotz einiger Kritikpunkte hat es Spaß gemacht „Among the Stars“ zu lesen, da die Thematik einen Traum vieler begeisterter Leser wahr werden lässt.
Gerne hätte ich noch detaillierte Beschreibungungen vom Dreh gelesen. Insgesamt hat mir der Schreibstil aber sehr gut gefallen.
Am Ende ist die wichtige Lehre dieser Geschichte noch sehr deutlich geworden. Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass die Protagonisten eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt hat und das Ende des Buches stimmig und schön abgerundet ist.
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Fazit:
„Among the Stars – Liebe wie im Film“ beinhaltet eine süße Geschichte, die gewiss viele Leser begeistern kann, mir aber zu konstruiert wirkte. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.
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Bewertung:
Cover: ☆☆☆☆
Inhalt: ☆☆☆

Leseprobe

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar 🙂